Berlin: Ohne Zukunft für Neue Musik? Ist Kreativität noch gefragt.

Man kann in Berlin immer weniger Neue Musik hören. Ultraschall dämpft sein Angebot ein und der Kauf von Neuer Musik ist fast unmöglich, nachdem Musikgeschäfte nach Stettin gezogen sind oder ihre Geschäfte geschlossen haben.  Komponisten Zeitgenössischer Musik haben für den harten Wettkampf zwischen Aufführungen und Präsenz in Programmen fast keine Chance mehr, obendrein wenn diese das Pech hatten, Komponisten des Ortes Berlin zu sein. Die Oper von Rainer Rubbert Heinrich von Kleist war immerhin in Frankfurt /Oder zu hören. Berlin nahm nicht mal zur Kenntnis, dass es diese Oper gab. Zwischen Klangkunst und internationaler Präsenz, meist bestimmt durch den DAAD werden heimatliche Komponisten nur geringfügig wahrgenommen.

Daher hatte das 5. Berliner OaarWurm Festival für komponierte Musik 2019 beschlossen, in seinem Programm zu einem Round-Table: Der Berliner Klang – Gibt es ihn einzuladen, der unter großer Anteilnahme stattfand.- Dieses gleichsam als Fortführung des schon 2017 organisierten R.T. Muss der Künstler politisch sein. .Die Beteiligung an diesem R.T. und die lebhafte Reaktion des Publikums zeigte, dass diese Fragestellung Teile des Musiklebens in Berlin sehr interessierte.

Vertreter der IMN nahmen an diesen Veranstaltungen nicht teil. Das ist verwunderlich und auch sehr schade. Hier haben Vertreter aus Berlin dezidiert darauf hingewiesen und dies seit geraumer Zeit, dass die Kulturpolitik in Berlin an Neuer Musik nicht sonderlich interessiert ist, so dass der Ausspruch der IMN Berlin vergibt die einmalige Chance, die Alte Münze zu einem zukunftweisenden Ort der Freien Musik……zu entwickeln nicht überraschend kam. Diesem Urteil ist aber zuzustimmen, ein Publikum der Neuen Musik ist ohne Heimat und wird diese auch in der nächsten Zeit nicht gewinnen. Man fragt sich weiter, weil offensichtlich und mit unserer Kenntnis der Senator dafür keinen Liebe hat, muss das der Grund für solchen Kahlschlag sein ? Musik auch Neue Musik ist nicht Publikums affin, das stimmt leider, aber hat Berlin nicht wirklich auch einen Mangel an Kreativität nicht nur bei neuen Mahlzeiten innovativer Nahrungsmittel , sondern auch in der Musik. Ist die Förderung dieser Kreativität auch in der eigenen Region nicht die erste Pflicht eines Staates in dem Falle eines  Landes. Der ewigen Suche nach dem reichen Touristen wäre die Überlegung zur Seite zu stellen, dass ein Berlin nur mit U-Musik und Jazz auch seinen Ruf an andere Städte abgeben muss und wird.