Streamingdienste. Musikdienste in der Umklammerung des Marktes.

Wir wissen, dass die Macht daran interessiert ist, dass  alle Kunst die Grenze der Harmlosigkeit nicht überschreite, sagte der berühmte Schriftsteller der Nachkriegszeit Günter Eich und führte damit Theodor Adorno weiter: Die Gestalt der künstlerischen >Utopie heute ist: Dinge machen, von den wir nicht wissen, wie sie sind. Davon sind Musikdienste nun weit entfernt,  Youtube, Spotify oder Soundcloud. Sie leben vom Bekannten, von der Zahl der Klicks und das heißt ihrer Bekanntheit. Das alleine bestimmt ihren (Geld)Wert  Vorbei sind die Erwartungen an die musikalische Utopie, an neue, mitunter störende Musikerlebnisse.“ Ein Einspruch des Künstlers gegen dessen heraufziehende geschichtliche Liquidierung !!. Ist dies der letzte Kampf und Sieg gegen eine alles überziehende sanfte Decke der Unterhaltung ? Tauchen daher die Namen der vergangenen Avant Garde nicht mehr in den Konzertsälen auf ? : Birger Petersen. Neue Musik ‚Analysen Mit Notenbeispielen ISBN 978-3-94862-57-0  oder auch die Musik von Hespos. (Hespos, H.J. und Tobias Reiser : Höre Hespos mit einer CD als Beilage  ISBN 978-3-940862-23- 5) herausfordern störend und ohne Verbindlichkeit.  Kämpfen daher Festivals wie das vergangene Oaarwurm  3 auf der ganzen Linie um Heimat und Unterstützung?  Selbstverständlich sind alle Schlagerfestivals des rbb, alle Streamingmusik leichter und eingängiger  und stören auch keinen Mächtigen. Sie leben in  einer Traumwelt und gauckeln eine Traumzukunft vor, eine Welt die den Mächtigen aber auch den Menschen keine Erfahrung mehr zutraut und zumutet, keine neue Grenzen, keine neue Erlebnisse.  G. Eich wusste das nach einem verhängnisvollen Krieg. Wissen wir das auch, besonders, die die heue herrschen und die Menschen nicht für eine Zukunft vorbereiten sondern sie beherrschen wollen?

Robert Weiss